Scheiben Tönen: die verschiedenen Verfahren

Nach den Tipps zur Verbesserung der technischen Performance in unseren beiden vorherigen Beiträgen (Fahrwerk, Breitreifen), möchten wir uns heute der Optik widmen. Beim Scheiben Tönen steht man vor der Entscheidung, welches Verfahren dazu am besten geeignet ist und angewendet werden soll. Wir informieren in diesem Beitrag über die verschiedenen Verfahren zum Scheibentönen mit ihren jeweiligen Charakteristika, Vorteilen und Nachteilen.

Scheiben tönen: verschiedene Verfahren zur Auswahl

Wer noch nicht direkt ab Werk getönte Scheiben hat, muss dennoch nicht den uneingeschränkten Blick ins Wageninnere zulassen. Scheiben tönen geht auch im Nachhinein und ist unabhängig von Typ, Modell und Alter des Autos. Prinzipiell stehen beim Scheiben tönen zwei Verfahren zur Auswahl. Beim Scheiben tönen mit Tönfolie wie eine dünne Folie auf die Autoscheiben aufgebracht. Mit dem richtigen Werkzeug zur Hand geht dies schnell und relativ einfach. Aufwendiger ist das Scheiben tönen ohne Folie. Hier werden die Autoscheiben mit Lack behandelt oder mit Tönungspulver beschichtet. Diese Verfahren zum Scheibentönen sind aufwendiger und sollten nur vom Fachmann oder von Tunern mit Erfahrung im Tönen der Scheiben durchgeführt werden. Andernfalls drohen unregelmäßig getönte Scheiben, die im schlimmsten Fall ausgetauscht und ersetzt werden müssen.

Scheiben Tönen mit Tönfolie

Am einfachsten geht das Scheiben Tönen mit Tönfolie, dementsprechend ist dieses Verfahren am beliebtesten. Wer nicht gerade zwei linke Hände und ausreichend Zeit und Geduld hat, kann die Scheiben mit Tönfolie selbst tönen. Es lohnt sich, beim Kauf der Tönfolie auf deren Qualität zu achten und im Zweifel das bessere Produkt zu kaufen, auch wenn dieses teurer ist. Qualitativ minderwertige Folien werfen mit der Zeit Luftblasen. Diese sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch den Ersatz der Scheibenfolie notwendig machen. Lieber einmal Scheiben Tönen und dafür richtig. Die Folien zum Tönen werden in unterschiedlichen Abstufungen angeboten. Von leichter Tönung bis hin zu beinahe undurchsichtig.

Vor- und Nachteile beim Scheiben tönen mit Tönfolie

Die Besonderheit der Folien liegt an deren Optik. So wird der Blick von außen ins Fahrzeuginnere verwehrt, jedoch lässt sich vom Innenraum das Geschehen außerhalb des Fahrzeugs beobachten. Hierzu sind spezielle Filter in den Folien vorhanden, die das Licht nur in eine Richtung durchlassen. Von den oben bereits genannten Problemen mit billigen Tönfolien hinsichtlich deren Blasenbildung gibt es einen weiteren Qualitätsunterschied. Billige Folien werfen einen farbigen Schleier beim Blick nach draußen.

Scheiben tönen ohne Folie

Die Nachteile mit Tönfolien lassen sich umgehen, wenn man die Scheiben stattdessen lackiert oder mit Pulver beschichtet. Diese Verfahren, wie sie im Fachhandel angeboten werden, erzeugen dünne Beschichtungen auf den Fahrzeugscheiben. Der Grund, weshalb dieses Verfahren in der Werkstatt in Anwendung kommt, liegt nicht nur in dessen Komplexität. Vor allem gilt dieses Verfahren zum Scheibentönen als nachträgliche Veränderung am Fahrzeug und muss genehmigt und eingetragen werden. Die Werkstätten haben hier einen besseren Draht zur Zulassungsstelle und können diese Scheibentönung in der Regel problemlos eintragen lassen.

Scheiben Tönen: Die Sicht des Fahrers muss frei bleiben

Ganz gleich, welches Verfahren zur Anwendung kommt und ob man die Scheiben selbst tönt oder einer Werkstatt überlässt: In jedem Fall muss die Sicht des Fahrers frei bleiben. So darf die Windschutzscheibe nicht mit diesen Folien bearbeitet werden und auch die anderen Autofenster müssen die Sicht des Fahrers nach außen gewährleisten. Andernfalls riskiert man nicht nur Bußgelder, sondern vor allem schlimme Unfälle.

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