Wie Breitreifen die Fahrleistung beeinflussen

Bei Serienfahrzeugen ist heute die Reifenbreite von 195 mm gängiger Durchschnitt. Im Vergleich zu dem Ur-Golf, wie er 1974 vom Band lief, ist dies eine deutliche Zunahme an Reifenbreite. Der 1974er-Golf war ab Werk mit Reifen der Größe 145 x 13 ausgestattet. Breitreifen beeinflussen die Fahrleistung wesentlich. In diesem Artikel möchten wir erklären, wie Breitreifen und Fahrleistung zusammenhängen.

Einfaches Grundprinzip: Je breiter der Reifen, desto mehr Leistung ist möglich

Der Golf brauchte gar nicht breitere Reifen, um seine vergleichsweise magere Leistung auf die Straße zu bringen. Anders sieht es hingegen bei heutigen Modellen aus. Diese sind deutlich leistungsstärker und benötigen ab Werk aus breite Reifen, um die vorhandene Leistung sicher auf die Straße bringen zu können. Hinzu kommt das höhere Gewicht moderner Fahrzeuge. Auch dieses erfordert größere Auflageflächen, um auch bei hohen Geschwindigkeiten das Auto sicher manövrieren zu können.

Mehr Bodenhaftung mit Breitreifen

Es ist nicht nur der optische Reiz, der für den Kauf von Breitreifen spricht. Vielmehr sind die verbesserten Fahrleistungen technisch begründet. Breite Reifen verleihen dem Auto mehr Bodenhaftung. Dementsprechend steigt mit der Reifenbreite die Maximalgeschwindigkeit als auch das in Kurven mögliche Tempo, ohne, dass das Fahrzeug dabei wegen mangelnder Bodenhaftung unbeherrschbar wird. Da bei Breitreifen nicht nur die Reifenbreite, sondern meist auch der Radmesser steigt, können größere Bremsscheiben genutzt werden. Diese ermöglichen auch bei hohen Geschwindigkeiten ausreichende Bremskraft.

Extra breite Reifen für die gewallte Motorpower

Klare Vorteile bei Nässe und Frost

Breitreifen spielen ihre Vorteile auf die Fahrleistung nicht nur auf trockener Straße aus. Im Gegenteil, denn gerade bei Nässe und Frost macht sich die bessere Bodenhaftung sofort bemerkbar. Die Seitenführung in Schnee ist mit Breitreifen wesentlich besser und zugleich werden kürzere Bremswege erzielt. Auch bei nasser Fahrbahn und Regen bieten Breitreifen bessere Fahrleistungen.

Optimaler Reifendruck ist wichtig

Damit die Vorteile von Breitreifen auf die Fahrleistungen zur Geltung kommen, muss der Reifendruck stimmen. Ist der Luftdruck im Reifen zu niedrig, so erzeugt die breitere Gummifläche einen großen Rollwiderstand, der sich negativ auf die Performance sowie den Spritverbrauch niederschlägt.

Reifendruckkontrolle bei Breitreifen ist wichtig

Breitere Reifen wirken sich unter Umständen negativ auf den Rollwiderstand aus. Dadurch steigt wiederum der Spritverbrauch, weil mehr Gummi aufliegt. Der Rollwiderstand entsteht durch die Verformung des Reifens beim Losfahren. Aus einem runden Reifen wird praktisch ein flacher, der den Grip auf die Straße bringt. Zwar konnten die Reifenhersteller in den letzten Jahren den Rollwiderstand ihrer Pneus deutlich verbessern, doch sollte man auch heute noch vor jeder Tour den Reifendruck kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren.

Das Gesamtpaket muss passen

Optimale Fahrleistungen lassen sich nur dann erzielen, wenn die einzelnen Komponenten am Auto optimal aufeinander abgestimmt sind. Ein schwach motorisierter Wagen hat bei jeder Umdrehung der Breitreifen zu kämpfen und verliert dadurch wertvolle Leistung. Sind die Pneus hingegen optimal auf Fahrwerk und Karosse des Autos abgestimmt, so lassen sich die besten Fahrleistungen erzielen.

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