Wie Sie Ihr Motorrad auf den Winter vorbereiten

Diese Tage zeigt sich das erste Herbsttief über Deutschland. Noch laden die Wochenenden im goldenen Oktober zu letzten Touren mit dem Motorrad ein, aber auch dies wird leider bald vorüber sein. Dann folgt die dunkle Jahreszeit mit Kälte und Glätte, in der die meisten Motorräder in der Garage auf das Frühjahr warten und die Motorrad Lederjacke im Schrank hängt.. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie Ihr Motorrad auf den Winter vorbereiten und in welchen Fällen eine mobile Motorradgarage lohnenswert ist.

Sechs Schritte für den Motorradschutz im Winter

Wenn Sie Ihr Motorrad auch im Winter fahren, können Sie mit ein paar einfachen Schritten sicher sein, dass Ihr Gefährt Sie in der kalten Jahreszeit nicht im Stich lässt. Diese Schritte nehmen nicht viel Zeit in Anspruch und sind auch nicht teuer. Sie reduzieren jedoch das Risiko, dass Sie am Straßenrand in der Kälte stecken bleiben und verhindern zugleich, dass Ihr Bike während der dunklen Wintermonate verrottet.

 

Batteriepflege im Winter

Batterien haben es in den kalten Monaten schwer, da die niedrige Temperatur die chemische Reaktionen verlangsamt. Dies hat zur Folge, dass mehr Strom benötigt wird, um die volle Funktionalität der Elektronik am Motorrad zu gewährleisten.

Wenn Ihre Garage mit Strom versorgt ist, ist es ideal, die Batterie über Nacht aufzuladen. Nutzen Sie hingegen eine mobile Motorradgarage, so sollten Sie die Batterie im Winter regelmäßig aufladen, um sie frisch zu halten. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Motorrad mit einem Alarm und verschiedenen Zubehörteilen wie z. B. Heizung ausgestattet ist. Verwenden Sie ein hochwertiges Ladegerät und montieren Sie den Schnellanschlussadapter, damit Sie nicht jedes Mal unter den Sitz greifen müssen, um an die Batterie heranzukommen.

Hilfreich ist es auch, die Batterieanschlüsse mit Fett einzureiben und auf die Dichtheit der Batterie zu achten. Um zu vermeiden, dass salziges Wasser in die Steckverbindung eindringt und die Elektrik kurzschließt, ziehen Sie die Steckerblöcke ab und sprühen Sie Silikonfett hinein. Dieses Spezialfett ist zunächst rieselfähig für die einfache Anwendung und erstarrt schließlich.

 

Kette

Wenn Sie einen automatischen Kettenöler besitzen, dann drehen Sie den Förderstrom um eine zusätzliche Stufe nach oben. Für diejenigen, die kein automatisches Kettenschmiersystem haben, sollten Sie wöchentlich Kettenschmiermittel auftragen. Als Faustregel gilt, wenig und oft und unmittelbar nach dem Fahren, nicht vorher. Nach dem Fahren kann das Gleitmittel in die Lücken eindringen und an der Kette haften bleiben, statt bei den ersten Umdrehungen direkt wegzufliegen.

 

Silikon Spray

Die meisten Motorräder sind gut für den Umgang mit Regen ausgestattet. Dennoch bleibt das Problem des Angriffs durch Salzkorrosion. Es gibt verschiedene Silikon Sprays auf dem Markt, die vor der Salzkorrosion schützen. Die Sprays auf Wasserbasis decken nach dem Auftragen alle schwer zugänglichen Stellen auf dem Motorrad ab und verdunsten. Hierdurch bleibt ein feiner Schutzfilm auf allen Oberflächen bestehen. Das Spray lässt sich leicht abwaschen, daher ist die regelmäßige Anwendung notwendig, um das Motorrad während des Winters vor Salzkorrosion geschützt zu halten.

 

Motorradfett

Fett spielt eine große Rolle bei der Vorbereitung von Motorrädern auf den Winter. Es muss an allen beweglichen Teilen aufgetragen werden, um ein Festfressen im Winter zu vermeiden. Entfernen Sie zunächst die Hebel, reinigen Sie sie gründlich und fetten Sie sie vor dem Einbau gut ein.

Bei allen Teilen, die nicht durch Motorwärme beeinträchtigt werden, ist für einen optimalen Schutz eine große Fettmenge erforderlich. Auch alle blanken Gewinde, einschließlich Kettenspanner, Spurstangen und Radspindeln sind mit Fett abzudecken. Vor dem Händewaschen lohnt es sich, auch die Verkleidungs- und Paneelschrauben zu entfernen und in einem Topf mit Fett einzutupfen. Dies ist aufwendig, aber schützt diese Schrauben vor Schäden im Winter.

Ein Nachteil der Schmierung mit Fett ist es, dass der Schmutz auf der Straße am Motorrad kleben bleibt. Es ist jedoch allemal besser, ein ungepflegtes, aber gut geschütztes Motorrad über den Winter zu haben. Im Frühjahr lässt es sich leicht mit einem Entfettungsmittel abwaschen.

 

Frostschutz

Das Wasser im Kühler friert bei Minusgraden ein. Stellen Sie also sicher, dass Sie über eine angemessene Menge Kühlflüssigkeit verfügen oder fügen Sie Ihrem Wasser Frostschutzmittel hinzu, damit das Kühlsystem in einer kalten Nacht nicht einfriert. Wechseln Sie die Kühlflüssigkeit sofort, wenn sie nicht mehr dunkelgrün oder blau ist. Dies ist ein Zeichen, dass nur sehr wenig oder gar kein Frostschutz mehr vorhanden ist.

Fertigmischungen mit allen notwendigen Additiven sind bei den meisten Händlern und vielen Tankstellen erhältlich. Das Entleeren und Befüllen des Systems ist bei den meisten Motorrädern relativ einfach. Denken Sie daran, das Kühlsystem nach dem Entleeren und Befüllen zu entlüften. Andernfalls können Luftblasen im Kreislauf verbleiben, die den Durchfluss blockieren und somit den Motor überhitzen können.

 

Öl & Filterwechsel

Eine der ersten Aufgaben in der Vorbereitung auf den Winter ist es, den Motor mit einem Öl- und Filterwechsel zu pflegen. Während der kalten Monate benötigt der Motor länger zum Aufheizen, die Gefahr der Beschädigung ist demnach erhöht.

Gutes Motorenöl enthält alle Zusätze, die einen Motor bei Kaltstarts schützen. Wenn das Öl allerdings alt und verschmutzt ist, funktioniert es nicht mehr gut. Frisches, metallpartikelfreies Öl arbeitet schneller und schont den Motor. Auch mit frischem Öl sollte der Motor Zeit haben, um auf Betriebstemperatur zu kommen.

Zusätzlicher Schutz im Winter

Wer zu Hause und am Arbeitsplatz keinen warmen Stellplatz für das Motorrad hat, kann dieses dennoch im Winter vor dem Wetter schützen. Eine mobile Motorradgarage passt unter jeden Sitz und hilft auch unterwegs, das geparkte Motorrad vor direktem Schnee- und Eisregen zu schützen. Auch im Sommer sind die mobilen Garagen für das Motorrad ideal zum Schutz vor Staub, Schmutz und Nässe.

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